Dezentrale Lösung zur Energieverteilung
Nutzung von Kofferaufbauten über mehrere Generationen
Ausgangssituation:
Gemeinsam mit seinen Auftraggebern entwickelt und produziert GSF maßgeschneiderte Sonderfahrzeuge – darunter Rettungswagen, Einsatzleitwagen, Gerätewagen, Abrollbehälter, Mess- und Umweltfahrzeuge sowie weitere Spezial- und Sonderausbauten. Die Aufbauten werden auf allen gängigen Fahrgestellen realisiert und exakt auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt.
Dank einer zukunftsorientierten Planung und Ausstattung der hochwertigen Sonderaufbauten ermöglicht GSF zudem eine besonders nachhaltige Nutzung: Kofferaufbauten können bis zu dreimal auf neue Fahrgestelle umgesetzt werden und bleiben dadurch über viele Jahre hinweg im Einsatz.
Das Elektrokonzept der Fahrzeuge wuchs in den vergangenen Jahren durch stark zunehmende Anforderungen an Funktion und Sicherheit stetig. Als „Produkte von der Stange“ kamen bisher unterschiedliche Standard IO-Module von miunske zum Einsatz, die fahrzeugspezifisch parametriert wurden.
Aufgabenstellung:
Um die Umsetzung individueller Sonderfahrzeuge noch effektiver und gleichzeitig flexibel zu gestalten, suchte GSF nach Wegen zur Standardisierung. Dabei sollte einerseits die Individualität und Anpassungsfähigkeit an Kundenwünsche erhalten bleiben, während andererseits die Fertigung effizienter und qualitätssicherer gestaltet werden sollte.
Die Anforderungen an die neue Zentralelektrik wurden folgendermaßen definiert:
- Die neue ZE-Lösung sollte nicht nur robust und ausfallsicher sein, sondern auch über ausreichend Ein- und Ausgänge verfügen, sodass jeder Pin eindeutig einer Funktion zugeordnet werden kann, um eine klare Steckerbelegung zu gewährleisten.
- Für mögliche zukünftige Zusatzfunktionen sollten Reserve-Ein- und -Ausgänge vorgesehen werden.
- Das System sollte benutzerfreundlich gestaltet sein, sodass der Endnutzer Programmupdates eigenständig durchführen kann.
- Ein weiteres Ziel war es, den Einbau der Platinen im Vergleich zur bisherigen Lösung deutlich einfacher zu gestalten. Einheitliche Anschlüsse sollen die Montage insbesondere für Quereinsteiger erleichtern.
- Die maximalen Abmessungen der Platinen für Fahrerhaus, Patientenraum und Absicherung wurden durch die vorgesehenen Montageorte im Fahrzeug vorgegeben.
Der Weg zur Lösung
GSF entschied sich für ein modulares Konzept, das auf drei dezentral verbauten Zentralelektrik-Platinen basiert. Auf Grund des großen Umfangs wurde das Zentralelektrik-Projekt in drei Teilprojekte gegliedert:
- Entwicklung der ZE-Platine für das Fahrerhaus
Dieser Schritt war am aufwendigsten, da gleichzeitig die zukünftige Softwarearchitektur festgelegt werden musste. Um eigenständige Anpassungen durchführen zu können, entschied sich GSF für die grafische Programmieroberfläche Plexim. - Konzeption der ZE-Platine für den Patientenraum
Diese Platine war bis auf wenige Anpassungen schnell einsatzbereit. Auch hier kann die Software über eine GSF-eigene Oberfläche innerhalb der miunske-toolchain parametriert werden. - Abschluss mit der Sicherungsplatine
Nach Abschluss der beiden Hauptprojekte wurde die Sicherungsplatine implementiert, wodurch das Gesamtpaket der Zentralelektrik nun vollständig ist.





Mehrwert für den Kunden:
Sowohl GSF als auch die Endnutzer profitieren von einer zukunftsorientierten Lösung, die auch langfristig die Anforderungen der Kunden erfüllt.
- Optimierte Verkabelung und strukturierte Funktionsaufteilung:
Das Konzept der drei Platinen zur Steuerung und Verteilung der Energie in den Fahrzeugen ermöglicht eine übersichtliche Funktionsaufteilung je Ausstattungsvariante und eine optimierte Verkabelung – dies wirkt sich zudem positiv auf das Fahrzeuggewicht aus. - Effiziente Fertigung durch vorkonfektionierte Kabelbäume:
Dank der hohen Anzahl an Ausgängen sind die Kabelbäume bereits bis zu 95% mit Steckern vorkonfektioniert. Diese sind passend zu den Anschlüssen auf den Platinen farbig ausgeführt, das sorgt für Schnelligkeit und Sicherheit in der Produktion. - Flexible und übersichtliche Softwareanpassung:
Die grafische Programmierung über Plexim und die miunske-toolchain erlauben eine schnelle Anpassung der Konfiguration für verschiedene Kunden. So bleibt trotz Standardisierung die hohe Individualität gewahrt. - Einfache Anpassungen über die Lebensdauer:
Änderungen, beispielsweise durch neue Funk- oder Navigationssysteme, können von GSF schnell umgesetzt und vom Kunden eigenständig eingespielt werden – was Zeit und Kosten spart.
O-Ton Kunde:
„Heute profitieren wir von klar strukturierten Platinen, vorkonfektionierten Kabelbäumen und flexibel anpassbarer Software – das ermöglicht uns eine effiziente Fertigung, schnelle Individualisierung und unkomplizierte Updates über die gesamte Lebensdauer unserer Fahrzeuge.“
Thorsten Weßling-Elektrokonstruktion | GSF Sonderfahrzeugbau GmbH
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Information
Kunde:
RSP GmbH & Co. KGProdukt:
Zentralelektrik im GehäuseCategory:
Date:
April 15, 2026